Un week-end perfetto a Verona

Posted on Juli 26, 2010 von

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Der Barista, der beim ersten Stopp auf der Autobahn selbstvergessen Muster in den Milchschaum meines Cappuccos zeichnet. Der Lago di Garda aufbrausend mitten im Sommergewitter, die Flucht in die nächstgelegene Pizzeria und die spontane Bekanntschaft mit einem Gläschen exzellenten Amarone. Das eiserne Tor, das sich nach kleinen Straßenwindungen zwischen Weinbergen öffnet und den Weg zwischen Buchsbäumchen auf knirschenden Kieselsteinen freigibt.

Das Relais La Magioca, das mit seinen sechs Zimmern der Ursprung des Wortes „entzückend“ sein muss. Bescheiden hinter der alten Kapelle des Landguts der Pool versteckt, der mit der mattgrünen Farbe der umliegenden Olivenbäumen in magischer Konkurrenz steht.

Das Frühstücksei, das vom Duft frischer Croissants begleitet in einem edlen Eierbecher aus der Küche schwebt – wohl eines der Familienerbstücke, die der überschaubaren Zahl an Gästen großzügig überlassen werden. Aus echtem Silber versteht sich, so wie die Zuckerdose und der blank polierte Serviettenhalter. Wen wundert es da noch, dass das Blumenmuster der Servietten exakt mit der Tischdecke korrespondiert und die ‚Mamma‘ des Hausherrn persönlich den Cappuccino mit einem liebevollen Lächeln serviert.

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Das Zirpen der Grillen so ohrenbetäubend laut, fast so als hätte der vor sich hin dösende Tag sonst gar kein Geräusch anzubieten. „Nessun dorma“ in der Arena di Verona gleich zweimal hintereinander vom Tenor emotionsvoll in die Welt hinausposaunt, dass man sich fragt, ob derartige Zugaben zur Tagesordnung gehören und ob die Gänsehaut vom Gesang oder dem Vollmond, der über der Arena thront, stammt. Und alles zusammen kommt dem Paradies ohne Übertreibung wohl schon ziemlich nahe.

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