Triest und der Duft des Cappuccino

Posted on Juli 11, 2010 von

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Triest – eine Reise, die sich immer lohnt und sei es nur für ein Wochenende oder auch nur für eine Nacht. Bereits der Cappucco im Stehen an der ersten Autogrill-Raststation ist ein Genuss für sich, mit dem der Duft italienischer Lebenskultur sanft über die Theke weht.

Übernachtet wird im kleinen Örtchen Duino, gegessen im „Al Cavalliccio“ – nur einen Steinwurf vom Meeresrauschen entfernt. Triest selbst eine Stadt wie in Zeitlupe, mit Plätzen in Dimensionen des Markusplatzes und riesigen Frachtschiffen, die in Sichtweite ungerührt dem Dolce far Niente zu fröhnen scheinen.

Ein Cappuccino gehört auch hier zum Pflichtprogramm, wo auch immer – es gibt schließlich keinen Ort in Italien, an dem der Cappuccino nicht schmeckt oder nicht ordnungsgemäß zubereitet wird. Eis-Fetischisten kommen im „Jazzin“ auf ihre Kosten. Hier flirten Pfirsiche mit Basilikum und Zitronen mit Ingwer – Gaumen- und Augenschmaus zugleich! Eine Ecke weiter regiert die Kunst der Schokolade: Die große weiße Tafel des „Chocolat“ auf Kopfsteinpflaster arrangiert, erinnert an die nordische Lässigkeit, die man zuletzt in Kopenhagen gesehen haben könnte und wirkt trotzdem kein bisschen deplatziert.

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Man schlendert durch die Straßen, genießt den Anblick gestylter Italiener, die Armani, Versace und Dolce & Gabbana unbekümmert in einem Outfit vereint zur Schau tragen. Ob Fake oder echt, man nimmt ihnen den textilen Patriotismus nicht übel. Man selbst verlässt die Stadt nicht, ohne einen Abstecher in die nächstlegene Max & Co Boutique gemacht zu haben und verlässt den Laden selten ohne das ein oder andere modische Erinnerungsstück.

Man könnte ewig hier bleiben und mit dem dampfenden Geräusch der Espresso-Maschinen im Ohr die Zeit vergessen, aber es ist nur ein Wochenende. Doch das nächste kommt bestimmt…

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