Zurück aus dem Land des Absolut Vodka

Posted on Mai 16, 2010 von

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Stockholm

Nein, man muss nicht unbedingt Vodka trinken, um Stockholm zu lieben. Es reicht auch, im REX zu wohnen, im EAST zu essen und sich im NOX einen Drink zu gönnen. Es reicht völlig, sich bei ACNE oder FILIPPA K dem skandinavischen Style hinzugeben und sich dazwischen im morbid-chicen Ambiente des KAFEKOPPEN – think ‚Addams Family meets Café Latte‘ – mit einer Dosis Koffein zu pushen.

Es ist die rasche Erkenntnis, dass IKEA und H&M nur die Spitze des schwedischen Eisbergs sind, auch wenn…

…sich Stockholm manchmal unterschwellig das skandinavische Feingefühl für Mode und Design Dänemarks unter den Nagel reißt. Aber wen kümmert das schon, wenn man in friedlicher Zeitlupe mit dem hippen Stockholmer Volk (das im Moment Chino-Hosen und Nerd-Brillen so selbstverständlich trägt, als hätte es niemals etwas anderes gegeben) durch die Straßen Östermalms rund um den Stureplan zieht, sich schon bald mit einer Tüte von MALENE BIRGER oder ODD MOLLY in der Hand in den Gängen des legendären Interieur-Tempels SVENSKT TENN tummelt und später mit der Meute in die angesagte Bar des SCANDIC Hotels in der Humlegardsgatan einfällt. Dort, wo ein pinkfarbener Elch aus Draht in der Lobby steht und rote Tulpen von der Decke hängen, eifrige Barmänner Cocktails mixen und ein DJ dahinter den korrespondierenden Sound. Man rühmt sich, den Barkeepern erklärt zu haben, was ein Aperol Sprizz ist. Es muss schließlich nicht immer Vodka sein im Land der Elche und des Billy-Regals!

Fazit von Trolleygirl Jeanette: Stockholm ist eine Reise wert, auch wenn es vielleicht nicht ganz so „hyggelig“ wie Kopenhagen anmutet. Keine Frage, man befindet sich im Epizentrum skaninavischen Designs und kommt mit Sicherheit nicht ohne ein verträumtes Kleidchen oder einen romantischen Lampenschirm nach Hause. Man hat keine Mühe, Schwedische Kronen unter die Leute zu bringen und gutes Essen ist durchaus in der Lage, ein kleines Loch in die Börse zu reißen. Doch man nimmt es locker und entspannt, so wie es eben dem Flair der Stadt entspricht. Die Menschen überzeugen mit nordischer Coolness – eine durchaus angenehme Abwechslung zu südländischem Temperament. Und das Wetter? Manchmal besser als man vermuten möchte. Wiederkommen? Gerne, aber vorher noch mal schnell nach Kopenhagen🙂