Frühstück auf französisch, Beyoncé bei Harvey Nichols und die verdiente Brise Glamour im Hakkasan

Posted on November 29, 2009 von

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Harvey Nichols

Wir haben ja schon erwähnt, dass uns das kleine feine base2stay-Hotel für einen kleinen Citytrip mehr als geeignet erscheint. Der Haken, der eigentlich keiner ist: es gibt kein Frühstück. Oder vielleicht gibt es das irgendwo im hintersten Kellerabstellraum und wir haben es bloß nicht entdeckt. Es hat aber auch nicht ansatzweise nach gemahlenen Kaffeebohnen gerochen, auch nicht dezent nach Eiern und Speck und so gehen wir mal davon aus, dass unser Breakfast diesmal nicht nur „not included“ war, sondern einfach inexistent. (by the way: WIFI gab’s for free! ..ein Service, der ja ebenfalls in die strengen follow-your-trolley-Kriterien fällt)

Das Schicksal des nicht vorhandenen Frühstücks trieb uns geradewegs nach Covent Garden. Dort roch es nach Croissants, frischen Baguettes und Café au lait. Hmmmm. Ok, das ist nicht unbedingt typisch englisch, aber wen interessiert das schon, wenn er vor dem verlockenden „Le Pain Quotidien“ steht? Es sei gesagt: Wir haben wunderbar gebruncht, dass es feiner nicht sein könnte. Und die gute Nachricht: das „tägliche Brot“ gibt’s von Australien bis Kuweit, nur keiner von uns Trolleygirls hat es bisher irgendwo entdeckt.

Filmset Covent Garden

Frisch gestärkt stolpern wir direkt in ein verregnetes Filmset. Ach ja, es regnet. Durchaus wechselhaft dieser Zustand, den man in London Wetter nennt und der die „Investition Regenschirm“ in greifbare Nähe rücken lässt. Variante B: wetterunabhängiges Kaufhaus-Shopping. Wir entscheiden uns für B, umbrellas are totally overrated!

Harvey Nichols heißt der Ort, an dem (Weihnachts-)träume wahr werden. Taktisch klug kämpfen wir uns vom 5. Stockwerk abwärts. Man muss ja nicht gleich zu Beginn in der Beauty-Abteilung den Duft-Attacken übereifriger Parfumeusen zum Opfer fallen.

Ganz oben erwartet uns ein Sammelsurium textiler Eitelkeiten von Twenty8Twelve bis Elizabeth&James und eine auffällige Ansammlung anzugtragender Kleiderschränke. Man hätte gar nicht gemerkt, dass höchstgradiger Promialarm herrscht, hätten die grimmigen Jungs nicht eine ganze Abteilung aufgescheucht, damit ihr behüteter Promi ungestört rote Stringtangas in die Hände der Verkäuferin legen kann, die wiederum brav ein Teil nach dem anderen auf dem Kassenpult stapelte. Nun ja, vielleicht hätte man es doch gemerkt, das Outfit der Lady sprach die „Ich bin ein V.I.P“-Sprache: Rote High-Heels bis zur Decke, dazu sehr schrille Leggings und eine sehr dunkle Sonnenbrille. Wir haben aus der Ferne gerätselt, uns sogar in die bodyguardfreie Zone namens Umkleidekabine gemogelt und plötzlich war die Lösung nahe…Beyoncé! Klar, die muss es gewesen sein! Unsere vage Annahme korrespondierte etwas später auch mit einem Online-Artikel der InStyle.co.uk und ließ somit jegliche Zweifel endgültig dahinschwinden.

Aber was soll man sagen, die Welt dreht sich weiter und glamourös sind wir selbst! Und wir wären ja nicht die Trolleygirls, wären wir nicht frisch-fröhlich in die edlen unterirdischen Hallen des Hakkasan gestapft. Wir mussten uns ein bisschen beeilen, weil wir das unvorteilhaft gelb gekleidete Servicepersonal eine halbe Stunde warten ließen und Tische derartiger Locations heiß begehrt sind (Anna hat unseren Tisch wohlweislich Jahrhunderte vorab reserviert). Aber wir konnten den schlankesten Mini-Spargel und die köstlichsten Prawns aller Zeiten verspeisen und sogar Kokos-Mango Pannacotta und Mini-Trüffeltörtchen lagen noch perfekt in der knapp abgesteckten Zeitzone. Natürlich ließen wir es uns auch nicht nehmen, wenig später an der Bar „Walking Buddhas“ und „Pink Mojitos“ zu schlürfen, die mehr als doppelt soviel Budget verschlangen wie Wagamama satt für alle. Aber somit konnte an diesem Abend die Suche nach einer Brise Glamour beruhigt und erfolgreich beendet werden.

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