Love at first sight

Posted on November 15, 2008 von

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Hello Sydney

Hello Sydney

Sympathisch, leichtfuessig, ungestresst, hipp, wow – einfach gut! Irgendwie fuehlt sich ein Tag in Sydney staendig so an als waere man gerade dabei als etwas Tolles, Aufregendes und total Neues passiert. Diese Stadt ist einfach unglaublich. Ein Traum – mein Traum. Mit New York, mit L.A. mit Rom oder Monte Carlo moechte man eine kleine Affaere haben zu der man immer wieder zurueck kehren kann, aber mit Sydney ist das irgendwie anders.

Irgendwie ist es wie mit der Liebe auf den ersten Blick. Als rational denkende Menschen erlauben wir uns ja eigentlich nicht daran zu glauben. Aber „why not“ um Gottes Willen? Ich trau mich, hier und jetzt: Sydney, I love you!

Dabei hat es mich voellig unvorbereitet und eiskalt getroffen. Noch immer ganz damit beschaeftigt den Sand vom Waikiki Beach aus allen Klamotten zu schuetteln, schnell mal ins Flugzeug gehuepft und nach Australien geflogen. AUSTRALIEN! Komplett neues Territorium, eine Erstbesteigung sozusagen! Eigentlich war am Flughafen schon alles anders. Bei der Passkontrolle hatte ich das wohltuende Gefuehl endlich wieder mal willkommen zu sein. Die Einreise im Ami-Land macht ja nun wirklich keinen Spass. Der Blick von den Passkontrolleuren hat immer irgendwas von einem Sicherheitsbeamten in einem Hochsicherheitstrakt eines Gefaengnisses und man fuehlt sich sofort wie ein Schwerverbrecher mit einer Bombe in der Handtasche. Und dann immer wieder diese Fragen!!! „What are you doing in the U.S.?, What is your job at home? (bloede Frage!), Are you planning an terrorist attack?“…Keine Angst, wir gehen schon wieder – ueberhaupt jetzt, da wir Sydney gesehen haben!

Und dann kam Ueberraschung Nummer 2: normales Essen zu einem normalen Preis, und das schon am Flughafen! Ja, ja, ja! Aber irgendwie war ich einfach zu muede um schon bei der Ankunft zu kapieren, dass hier irgendwie alles so scheint wie im Rest der Welt, aber trotzdem kurioser Weise alles anders ist.

Ausgeschlafen und bewaffnet mit Stadtplan trifft es mich dann wie der Blitz am naechsten Morgen. Wow! Und schoen langsam beschleicht mich das Gefuehl, dass die Australier hier einen tollen Job machen an der Oberflaeche wie der Rest der Welt zu wirken, aber eigentlich sind sie ganz anders. Ein Supermodel mit perfekten Proportionen, unglaublichem Body, mit Humor, Witz, Herzlichkeit und einer gluehenden Aura, der man einfach nicht widerstehen kann!

Das hier fuehlt sich also verdammt gut an. Ein Teil meiner wohlbekannten Tagtraeume wird hier Wirklichkeit. Eine Stadt, die das Flair und die Ausstrahlung einer Weltmetropole und eines romantischen Oertchen im unberuehrten Nirgendwo gleichzeitig hat. Menschen im Anzug und in stylischen Kostuemen, die genauso entspannt laecheln, wie alle anderen. Allein schon meine beiden „Fashion-Herzen“, die in meiner Brust schlagen machen Luftspruenge: Das kleine Schwarze mit tollen Schuhen an einem Tag und am naechsten Tag total leger und sporty. Und keiner kuckt bloed oder findet das eine oder andere unpassend. Don’t worry, everything’s cool. Just do what you think is best!

Ganz selbstverstaendlich wohnt man hier direkt am Hafen, neben der Oper. Und im Business-District sieht man lauter schelmisch grinsende Banker, die ihr Sakko entweder am Morgen gar nicht angezogen haben, oder es einfach laessig ueber der Schulter tragen.  O-Ton Jea: „Kommt mir das nur so vor, oder gehen hier alle irgendwie langsamer?“ Ja, das kann gut sein. Aber ich glaube wir haben uns ganz schnell und unauffaellig in diese traumhafte Welt hier eingefuegt, dass wir das gar nicht beurteilen koennen.

„Irgendwie wird alles gut und das Leben ist schoen!“, das murmelt diese Stadt den ganzen Tag dahin und schoen langsam fange ich an ihr zu glauben…….🙂 s