Die Sache mit dem Karma

Posted on November 12, 2008 von

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Wenn mich jetzt jemand besonders gut auf diesem Inselchen kennt, dann sind das die Kumpels von der Waikiki Police Station. “Girl from Salzburg” hat nämlich seit letzten Donnerstag keine Digi-Cam mehr und belagert seither stündlich das Büro in Waikiki und dazu ist zu bemerken: man kann sein Beamtendasein wahrlich schlimmer fristen als in Shorts und mit walking distance zum Beach (selbst obdachlos auf Hawaii scheint nicht das schlimmste Los zu sein). Und bevor das große Raunen kommt, von allen die mich kennen – ja, klar, die Jeanette, die wieder ihre Habseligkeiten in der Weltgeschichte verstreut, in Barcelona ausgeraubt, in Rom bestohlen – muss ich zu meiner Verteidigung sagen: Das böse Karma ist schuld!

 

Denn wer sich seit Tagen (oder besser gesagt seit Wochen oder noch besser gesagt seit dem unüberlegten Kauf) über die schlechten Bilder seiner Casio exilim-Kamera beschwert (keine Nachtaufnahme ohne Ärgernis über Verwackelungen höchsten Grades) darf sich nicht weiter wundern, wenn das gute Ding plötzlich sang- und klanglos vom Erdboden verschwindet. Tja, so ist das eben, sie ist weg und ich bin – verwunderlicherweise – trotzdem relativ relaxt (vielleicht ein eleganter Nebeneffekt, wenn man wochenlang auf dem Globus herumreist). Die Fotos zum Glück täglich am Notebook archiviert, haben wir ohnehin schon einige andere Verluste zu beklagen, man denke nur an meine Flipflops in Vegas oder unsere Champagnerflasche (an dieser Stelle ein weiterer, kleiner Seufzer), mit der sich wahrscheinlich irgendeine Putzfrau einen schönen Abend gemacht hat, womit wir wieder beim Karma wären: mit den vergessenen Dingen in unseren Hotelzimmern erfreuen wir vielleicht so manches Herz. Und selbst unser Putzmann, der uns die letzten beiden Tage aufgrund reichlicher Beschwerden nicht mehr vor 9.00 Uhr aus dem Bett geklopft hat, wird morgen nach unserer Abreise auch ein paar edle Gaben vorfinden: Reis, Nudeln und Tomatensauce (im guten Glauben gekauft, aber niemals zubereitet), sowie unzählige Instant-Oatmeal-Packungen und einen beachtlichen Haufen an 1-Cent-Münzen. Na, wenn das keine nette Geste ist für jemanden, der einem allmorgendlich den “wohlverdienten Urlaub” versauen wollte. Um unser Karma heute nochmals so richtig zu pushen, haben wir uns ein Gläschen in der Rum Fire-Bar des Waikiki Sheraton gegönnt und ein paar wohlschmeckende Snacks und Meerblick mit dazu. Ein wahrhaft würdiger Abschluss unseres Hawaii-Aufenthaltes. Die Trolleys sind nun auch schon wieder reisefertig und in wenigen Stunden geht’s auf nach Sydney! Mal sehen, ob das positive Karma dort auf uns zurückfällt!😉 Jea*

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