Robert, Robert, Robert

Posted on November 10, 2008 von

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artikel-robertRuhe, Einsamkeit, Beach, Sport und Kultur – ist alles schön und gut aber manchmal muss man als Frau tun, was man als Frau tun muss! Das war in unserem Fall gestern wieder einmal ein nettes Outfit aus dem Trolley ziehen (glatt streifen und dann geht das schon – zum „Aufdämpfen“ war leider keine Zeit ;) ),  gesittet an einem Tisch sitzen, ein schön angerichtetes Dinner essen und dabei von Robert begleitet werden. Ah, welch ein Abend!

Waikiki bietet kulinarisch so ziemlich alles was man sich als Japaner oder Amerikaner in seinen kühnsten Träumen wünschen kann. Aber wir – als Europäerinnen mit verwöhntem Gaumen und dem ständig argwöhnischen Blick „hinter die Kulissen“ der angerichteten Speisen – wir tun uns hier schon etwas schwerer das „perfekte Dinner“ zu finden. Aber nach tagelangem Sparprogramm was die kulinarische Seite unseres Lebens betrifft, war es Zeit für eine warme Speise in stilvollem Umfeld. Sparen, sparen, sparen und um 8.15 Uhr aus dem Bett hüpfen um mit dunkler Sonnenbrille, nicht vorhandenen Frisuren und den skurilsten Outfits (alles was einem halt so 2 Minuten nach dem Aufstehen entgegen springt) sind wir jetzt eine Woche lang zum Frühstück, das es nur bis 9 AM sharp! gibt, geschlafwandelt um ja den Kohlehydratschub am Morgen (der im Zimmerpreis included ist😉 ) nicht zu verpassen. Das musste dann aber auch reichen bis zum Abend wo wir dann unsere knurrenden Mägen mit halbwegs gesunden und leistbaren „Side Salads“, „Multigrain breds“, „Yoghurt Parfaits“ oder „Oatmeals“ wieder zu beruhigen versuchten.

An einem Samstag in Honolulu (Oahu, Hawaii – ich muss mich manchmal einfach selbst daran erinnern, wo ich eingentlich gerade bin – ah what a feeling! ) muss man einfach raus und das pure Leben spüren – und vor allem wieder mal ein richtiges Dinner zu sich nehmen! Ein nettes Kleidchen angezogen, die verbrannten Stellen im Gesicht (zumindest in meinem) abgedeckt und los geht die Suche nach dem passenden Lokal für zwei Girls mit ganz besonderen Vorstellungen was ihr perfektes Essen betrifft: für Jea darf´s natürlich nur vegetarisch sein, für mich musste endlich wieder mal Seafood her und das Ganze natürlich in netter Atmosphäre mit interessanten Leuten und leistbar für zwei Weltreisende. Wenn man den letzten Punkt außer Acht lässt, dann ist so ein Restaurant schnell gefunden! The Cheesecakefactory it is!

Jeanette hat sich gleich wieder an Robert erinnert. Der „Promi-Koch“ dessen „Cheesecakes“ sie in Monte Carlo genießen durfte und den ich bei unserem Trip an die Coté d’Azur heuer im Mai in Cannes kennengelernt hatte. (Kurz bevor er eine Woche für Will Smith persönlich gekocht hat, haben wir noch gemütlich mit ihm gespeist. Jea, was wir heuer schon alles erlebt haben!) Robert hat auf jeden Fall das Rezept seines, laut Jea so vorzüglichen Cheesecakes an die Cheesecake Factory verkauft und Jea wollte natürlich herausfinden ob der Kuchen im Restaurant genauso gut schmeckt wie aus der Küche des „Erfinders“ selbst – das war zumindest der Plan!

„The Cheesecake Factory“ ist ein heiß begehrter Spot um den Abend in Waikiki zu verbringen, entsprechend lang die Schlange am „wait to be seated“ Tischchen. Eine Stunde Wartezeit um einen Tisch draußen zu bekommen. Egal, wir sind hier, wir haben unseren tollen „Buzzer“ in der Hand, der uns signalisieren soll, wenn unser Tisch frei wird und es gibt zwei Bars im Lokal! Beim Aufschlagen der Getränkekarte wird uns sofort klar, dass das nur ein perfekter Abend werden kann: „The Cheesecake Factory Chardonnay – special Edition from Robert Mondavi for The Cheesecake Factory“! Wir warten also schon mal mit Robert auf unseren Tisch und lassen uns bei unserem vorzüglichen Dinner (Jea Veggie und ich Seafood – perfect!!!) von Robert begleiten. Der Plan war ja dann noch den himmlischen Cheesecake, dessen Rezeptgeber (auch Robert) wir ja auch kennen, zu kosten aber das perfekte Dinner und Robert Number I haben leider keinen Platz für den Cheesecake gelassen – sorry Robert Number II!

Dann haben wir uns natürlich noch ins Waikiki-Nachtleben gestürzt. Ja, wie beschreibe ich das jetzt am besten? Vielleicht einfach so: Im „Senor Frog´s“ – I need three couples on stage to show me some specific positions from their bedroom! – What????? Ja – ein Mal gesehen und schnell die Flucht ergriffen. Das nennt man dann wohl Amerikanische Abendunterhaltung! Nein, nichts für uns! War wohl auch nichts für die vier Jungs, die das Lokal zur gleichen Zeit mit etwa gleich schnellem Schritt verlassen haben. „Die kennen sich sicher aus, denen folgen wir!“ Gesagt, getan – ja, sie haben uns zu einem weiteren Nachtclub geführt, aber die Leute vor dem Lokal und der Eintritt haben uns schnell davon überzeugt, dass wir hier nicht unbedingt den restlichen Abend verbringen wollen. Bye, bye Boys und weiter geht´s. Ähnliche Szenarien spielen sich vor der nächsten Disco ab. Nein, hier wollen wir auch nicht bleiben. Auf dem Weg zu unserem Hotel zieht es (oder besser gesagt der Türsteher, der uns einen Sondereintrittspreis anbietet) uns dann doch noch in einen Club. Ja, ganz nett aber nach „Ted from Big Island“ (ya, not really my type!) und Sichtkontaktattacken auf Jea von „Strange Boy from Asia“ und einem kleinen Auftritt unsererseits auf der Tanzfläche fallen wir dann gemütlich in unsere Betten und geben uns unseren Träumen hin. Wie erholsam – zumindest bis um 9.00 Uhr am nächsten Morgen. Da steht nämlich schon unser spezieller Freund, der „Putzimann“ vor der Tür. Jeden Morgen das gleiche Spiel. In seinem Gesicht steht förmlich geschrieben „Man, why are you still in here????“ Sorry, lieber Cleaning-Manager wir sind hier um uns zu erholen und das machen wir auch! Auch mit Deinem allmorgentlichen Klopfkonzert an unserer Tür!😉

Und ja, richtig geraten – heute folgte ein weiterer „Day at the beach“!😉

🙂 s

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