Stay cool, always stay cool!

Posted on Oktober 25, 2008 von

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Es gibt diese Tage. Meistens steht man da morgens schon mit dem falschen Fuß auf. Nein, das war bei uns heute zwar nicht der Fall, aber es kam doch wieder mal alles anders…

Ein wunderschöner Morgen in Oceanside. Alles total ruhig, wir haben die Nacht bei geschätzten minus 30 Grad  überlebt. Klimaanlagen im schönen Kalifornien existieren nämlich unsichtbar, sie sind einfach da und jeder muss sich den Minustemperaturen fügen und man hat nicht die leiseste Chance sich dagegen zu wehren. Die Minusgrade in unserem, nennen wir es mal „einfachen“ Motel haben wir relaxed wie wir sind leicht weg gesteckt und sind ganz easy mit einem Frühstück bei Starbucks in Carlsbad in den Tag gestartet.

Vorher haben wir noch einen Stop bei einem Surf-Shop eingelegt. Thank God Jea found new Flip-Flops! (Und Yvonne ich muss an dieser Stelle die liebe Jeanette verteidigen: Sie hat ihre Flip-Flops zu 1.00000000000000000 % nicht extra in Vegas vergessen! Glaub mir, ich bin mir ganz sicher, wenn Du weißt was ich meine. O-Ton Jea: „Ma, ich kann doch hier nicht mit meinen Tussi-Schühchen rum laufen!. „Ich hasse geschlossene Schuhe“ „Super, schon wieder Schuhe kaufen.“… and on and on and on :))

So, wo war ich gerade? Ah ja, beim Frühstück in Carlsbad. Gepflegter Haferbrei und Baguette, das im vorigen Leben sicher kein Schwamm war. So lässt sich ein Tag beginnen. Da haben wir doch glatt schon wieder vergessen, dass wir gleich in unseren doofen Ford-Focus steigen müssen um wieder weiter zu kommen. Die San Diego-Autovermietung war nämlich weit nicht so cool wie die in L.A. (wir haben uns nach unserem Trip nach Vegas ein neues Auto geholt). Gut, wir steigen also nach unserem gemütlichen Frühstück (um relaxte 12.30 Uhr) wieder in unseren hässlichen, schäbigen Ford ein und begeben uns in Richtung Santa Barbara. Vorher noch schnell Lucy (die Nachfolgerin von Gustav) nach dem Weg fragen und los geht die Fahrt.

Nach einer halben Stunde Fahrt fängt Lucy plötzlich zu stammeln an und spätestens dann vermissen wir Gusti und unseren coolen Dodge Caliber noch viel mehr also vorher! Lucy gibt den Geist auf und lässt und lässt sich nicht mehr laden!!! So ein Sch… Schön langsam bekomme ich, trotz dem Vorsatz mich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen zu lassen, leichte Agressionen und wünsche den netten Damen und Herren von Thrifty in San Diego nicht unbedingt den Lotto-Jackpot für den nächsten Sonntag. (Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich am Vorabend auf der Abrechnung bemerkt hatte, dass die San Diego Thrifties uns 80 Dollar zu viel nach der Rückgabe von Gusti und Dodge auf die Kreditkarte gebucht hatten!) Ich war also heiß, gut warm gelaufen und ohne jegliche Ahnung wo es verdammt noch mal am besten nach Santa Barbara ging.

Plan B – ab zu Thrifty nach L.A. Gesagt – getan – wir haben auch ohne Gustav und Lucy zurück zum L.A.-Airport gefunden und Manager Toni bei Thrifty mal so richtig den Marsch geblasen. Die perfekte Mischung aus „stinksaurer Kunde“ und „etwas hilfloser Tussi“ hat uns zu zu einer sofortigen Gutschrift der zu viel verrechneten 80 Dollar und 2 Tagen unfähiger Lucy geführt. Und als Bonus oben drauf haben wir den guten alten Ford auch gleich dort gelassen und einen neuen Flitzer (mit neuem Navi) bekommen. Mit dem blitzblauen PT Cruiser und dem neuen Navi konnte doch gar nichts mehr schief gehen!

Ja, das haben wir auch gedacht. Ihr fragt euch jetzt sicher warum das Navi nur „das Navi“ heißt. Das kann ich euch verraten: Wir hatten leider noch keine Zeit eine engere Beziehung aufzubauen, da das liebe Ding nach ca. einer Stunde Fahrt auch den Geist aufgegeben hat!!! „Wie schwer kann es sein“, wird sich der eine oder andere vielleicht jetzt denken. Ja, wir haben das gute Gerät eingesteckt und ja, das grüne Licht hat geleuchtet… trotzdem, einfach aus, einfach weg!

Aber wir sind trotz der etwas schwierigen Motel-Suche (der liebe Gustav hat uns sonst innerhalb von Sekunden alle Unterkünfte in der Umgebung aus dem Ärmel geschüttelt und wir sind einfach seinen holprigen Ansagen gefolgt) in einem Zimmer in Carpinteria angekommen und mir kommt gerade der Gedanke, dass sich die Navis dieser Welt gegen uns verschworen haben weil wir den Gustav vielleicht einfach zu wenig geschätzt haben. Lieber GPS-Gott lass unser neues Navi morgen wieder funktionieren, wir werden es auch gut behandeln und einen wunderschönen Namen finden!

But: We stay cool! Das kommt davon, wenn man aller Welt erzählt, dass man einige Sachen ändern will und manche Dinge im Leben ein wenig lockerer sehen möchte …. Heute war der perfekte Übungstag! Und bei der atemberaubenden Aussicht vom Highway 101 kurz vor Santa Barbara auf den Ozean und die Sonne wie sie in perfekten Farben im Meer verschwinden zu scheint ist es gar nicht so schwer alles andere zu vergessen.

Also das Motto für heute: Lasst euch nicht von den Lucys und Thriftys dieser Welt euren Tag vermiesen, irgendwo gibt es immer den perfekten Sonnenuntergang!🙂 s

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