30 Seconds To Paradise

Posted on Oktober 23, 2008 von

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Morgens um 8 in La Jolla: Raus aus dem Bett, rein in die Laufschuhe, runter zum Strand. Ja, es gibt tatsächlich Gründe, die mich um diese Uhrzeit zum Aufstehen bewegen und während jeder, der mich in meinem bisherigen Leben vor 9 Uhr im Office vorfand, dachte, es muss sich aufgrund des Seltenheitsgrades um eine optische Täuschung handeln (Jeanette, bist DU das? Um 5 vor 9 schon in der Agentur? Ist etwas passiert??), würde dieser nun ganz neue Seiten an mir entdecken…
…Seiten, die ich selbst nur an mir entdecke, wenn etwas wirklich Verlockendes wartet. So wie heute morgen. Obwohl ich noch gar nicht genau wusste, was das sein sollte, hat sich der Ruck aus dem Bett wahrhaftig ausgezahlt. Augen „auf“ und durch also, ich laufe den Weg hinunter zur Promenade, der frühmorgens schon von munteren Menschen und ihren Hunden gesäumt ist. Top of the day: Marke Mops – immer wieder gern genommen. Immer wieder gern gesehen: mein Lieblingsmotiv „Pick-up mit Surfbrett“. Gesehen auch an diesem Morgen, dazu gibt’s einen Surfer, der sich gerade aus seiner Neopren-Hülle schält, als kleine Augenweide zum Frühstück mit dazu. Doch endlich bei der Strandpromenade angekommen, entfaltet sich der beste Anblick ever: ein in frühmorgendlichen Herbstnebel getauchtes Meer (endlich Nebel und etwas, das zur allgemeinen Halloween-Deko passt. Und das mit der Deko wird hier wirklich ernst genommen, eine Riesenspinne an der Haustür ist quasi das Minimum der Must-haves). Ungestüme Wellen, die mit dosierter Wucht Richtung Strand rollen, dazwischen schwarze Umrisse, Surfer die ihre ganz persönliche Morgenwelle abpassen, jauchzende Jubelschreie irgendwo da draußen, sobald einer seine Welle erwischt. Auf der anderen Seite der Straße kleine Menschengruppen mit korrespondierender Lebenseinstellung, den Blick aufs Meer gerichtet und gemütlich wirkende Coffee-Mugs in den Händen.
Ich muss mich fast zwingen, den Lauf nicht bei jedem Blick aufs Meer zu unterbrechen. Den gewaltigen Sound von “30 Seconds to Mars” im Ohr und noch gewaltigere Gedanken à la “30 Seconds to Paradise” im Kopf, ist dieser Moment die Antwort auf die eigentlich gar nicht gestellte Frage, warum ich diese Reise mache. Nothing more to say…Jea*
 
 

 

 

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