A Surfer’s Life in Cape Town. Südafrika. Eine Gedankenreise.

Posted on September 25, 2011 von

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surfing südafrika reiseblog

Es gibt ja noch so einige wunderschöne Plätze auf diesem Erdball, die von den Trolleygirls noch nicht bereist wurden. Südafrika ist einer davon und steht gleich aus mehreren Gründen auf unserer Hitliste ganz oben. Denn wo sonst könnten wir unser Motto “in search of truth, simplicity and a gentle breeze of glamour” besser ausleben: In Südafrika reihen sich exklusive Luxushotels, eindrucksvolle Naturlandschaften, idyllische Weinhänge und magische Surferstrände mühelos aneinander. Und wer dem Winter entfliehen möchte, um nach gerade mal 11 Flugstunden im Sommer anzukommen, hat gleich ein weiteres Argument für eine Reise nach Südafrika.

Ein Surferleben an der Südspitze Afrikas

Und dann wäre da noch Allan Lombard. Ein Vollblutsurfer aus Cape Town wie er im Bilderbuch steht und unser Berichterstatter aus erster Hand, wenn es darum geht, uns mit verführerischen Geschichten über den seiner Ansicht nach schönsten Ort der Welt zu versorgen. Und es ist tatsächlich schön, ihm zuzuhören, wenn er von seinen Lieblingssurfspots, dem Wind und den Wellen spricht. So detailgetreu, dass man am Ende meint, selbst dabei gewesen zu sein. Wenn Allan nicht surft, spricht er über das Surfen. Warum auch nicht, wir Trolleygirls verstehen das. Fühlen wir uns doch selbst dem Surfen, der hingebungsvollen Meditation auf salzigen Meereswogen, zugetan.

Kapstadt: der beste Kite-Hotspot der Welt 

Es wäre nicht übertrieben, zu behaupten Allans Alltag spiele sich vorwiegend auf dem Wasser ab, verpackt in Neopren. Der in Capetown aufgewachsene Südafrikaner, der Surflegende Kelly Slater zum Verwechseln ähnlich sieht, fühlt sich auf dem Surfboard zu Hause, noch viel mehr auf dem Kiteboard. “Der kontinuierliche Süd-Ost-Wind im Sommer macht Cape Town zu einem der besten Kite-Spots der Welt”, erzählt er uns. Allan lebt zwei Kilometer – eine wahrscheinlich gerade noch erträgliche Distanz für einen Surfer – vom Beach entfernt, genauer gesagt vom Surfspot Kite Beach – wie der Name schon vermuten lässt, das Kite-Mekka schlechthin.

Tausende von Kiteboardern, Touristen wie Locals, schlagen ihre Kitesegel zwischen Sunset Beach und Melkbos auf, um sich dem rasanten Ritt auf den Wellen hinzugeben. Zu Allans Lieblingssurfspot zählt Eden on the Bay, früher auch Big Bay genannt. Er kommt weiter ins Schwärmen: “Wenn der Wind in Cape Town bläst, dann werden die Strände lebendig und produzieren Wellen von Weltklasse. Kalmers, Derde Steen, Sunset…” Surfspots scheint es in Südafrika tatsächlich wie “Sand am Meer” zu geben. “Was für Surfer die North Shore in Hawaii ist, ist die Westküste Südafrikas für Kiter”, klärt uns Allan auf. Ein Vergleich, der uns Trolleygirls durchaus ein Begriff ist, schließlich haben wir der berüchtigten North Shore im Zuge unserer Weltreise einen ehrfürchtigen Besuch abgestattet.

Surfen in Südafrika. Whatelse?

Allan ist 34 und surft seit 20 Jahren. Was sollte er auch anderes tun? Mit derart grandiosen Wellen vor der Haustüre kann man schließlich gar nicht anders als genau das: surfen. Fast schämt er sich zu sagen, dass er ein besserer Kitesurfer als Wellenreiter ist. Doch dank der Windverhältnisse ist es einfach verlockender, irgendwo bei Sunset Beach locker-lässig auf das Kiteboard zu steigen und sich nahezu endlos von Wind und Wellen treiben zu lassen. Manchmal über 5 oder sogar 8 Kilometer bis ein Break das Vergnügen kurz aufmischt, bevor es weiter geht.

Da war doch noch was? Der Tafelberg! 

Auch die einstündige Autofahrt auf die andere Seite des Tafelbergs lohnt sich: Misty Cliffs, Scarborough, Witsands…auch hier reiht sich ein Surfspot an den nächsten. Ach ja, der Tafelberg. Man sollte eine der größten Attraktionen in Kapstadt natürlich nicht unerwähnt lassen. “In Cape Town geht nichts ohne die entsprechende Aussicht”, bringt Allan die zentrale Rolle des Tafelbergs auf den Punkt. Wanderwege und eine Seilbahn führen auf die abgeflachte Bergspitze. Restaurants und traumhafte Aussichten belohnen den Weg nach oben.

Was tut ein Surfer in Kapstadt…

…wenn er gerade nicht im Wasser ist? Er schaut beispielsweise im Surfshop Atlantic Surf vorbei, um zu sehen, was es Neues in Sachen Neopren gibt. Oder geht ins Café Caprice oder ins La Med, weil beides nicht weit vom Meer liegt. Man trifft sich im Pakalolo, eine Bar mit karibisch-mexikanischem Flair, genießt die belebte Stimmung und behält gleichzeitig Kite Beach im Blick.

“Braii” und andere Outdoor-Freuden

Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie Allan mit seinen Surfmates und Surfern aus den nahegelegenen Backpacker-Unterkünften am Strand zusammenkommt, um bei einem Bier und einem ausgiebigen “Braii”, die südafrikanische Version eines Barbecues, parallel Sonnenuntergang und Freiheitsgefühl zu zelebrieren. “Braii” ist nur eines der Wörter, mit denen uns Allan von Zeit zu Zeit verblüfft. Es ist Afrikaans, eine von 11 Landessprachen in Südafrika, die ihren Ursprung in der holländischen Kolonialzeit hat und manchmal sogar witzige Gemeinsamkeiten mit der deutschen Sprache aufweist.

Ankommen ohne zu verreisen

Allans leidenschaftliche Surfergeschichten lassen keinen Zweifel daran, dass es keine Reise braucht, um im Land seiner Träume anzukommen. Gründe, Südafrika zu verlassen, findet er tatsächlich keine. Warum verreisen, wenn alles, was das Surferherz begehrt, bereits in greifbarer Nähe wartet:  Wind, Wellen und unendliche Strände vor eindrucksvollen Naturkulissen. Es muss wunderbar sein, an einem Platz zu leben, den man nicht mehr verlassen möchte – weil es ist, als hätte man die schönsten Facetten der ganzen Welt an einem einzigen Ort vereint. Fast könnte man neidisch werden, doch gibt es uns Trolleygirls auch einen guten Grund, den Trolley zu packen und uns von der Magie Südafrikas persönlich zu überzeugen. Spätestens dann, wenn wir den ungemütlichen Winter gegen einen Sommer am schönsten Ort der Welt eintauschen möchten.

Der Follow Your Trolley Reiseblog Beitrag für STA Travel, Tripwolf und South African Tourism. Gesucht: der Reiseblogger 2011.

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